Die Hanf-Pflanze (Botanischer Name: Cannabis - Sativa/Indica/Ruderalis) bindet aus der Luft CO2 in einer großen Menge. 

 

Dies kann im urbanen Raum der Großstädte sehr nützlich sein, denn durch gezielte Hanf-Pflanzungen kann die Luft von Abgasen gereinigt werden!

Schwer verunreinigte Böden (u.a. durch Schwermetalle) können mit Hanf-Pfanzungen wieder beseitigt werden, ohne Anreicherung der Gefahrenstoffe in Stängel, Blatt, Blüte oder Samen! In Süditalien (Apulien/Taranto)  erkannte man diesen Zusammenhang und nutzt nun Hanf-Felder, um von der Industrie verseuchte Böden wieder herzustellen.

 

Beim Hanf-Anbau kommen keine Pestizide zum Einsatz, da die Pflanze sehr abwehrstark ist und schnell wächst.

Der Wasserverbrauch ist gering, da die Pfahlwurzel eine optimale Wasserversorgung bietet und tiefe Erdschichten aufschließt.  Das macht Hanf zur idealen Alternative zum wasserraubenden Baumwollanbau!

Der hohe Sauerstoffanteil der Hanffaser zeigt an, dass keine "anaeroben Bakterien" ansiedeln können, und erklärt, wieso der Hanfstoff keine schlechte Gerüche (z.B. beim schwitzen) annehmen kann! 

Das macht den Hanfstoff ideal für Unterwäsche und Kleidung mit Hautkontakt. Längeres Tragen und weniger Wäsche Waschen sind die folgen.

Hanfstoffe kühlen und schützen die Haut im Sommer (UV-Schutz: 95%). Durch die temperaturausgleichende Eigenschaft der Faser ist Hanf-Kleidung für alle Jahreszeiten ideal. 

Feuchtigkeit wird sehr schnell ausgetauscht und lässt das Hanf-Shirt beim Sport immer luftig auf der Haut liegen.

Das "feinelektrische Spannungsniveau" der Hanffaser entspricht dem der menschlichen Körperoberfläche und bewirkt eine Entspannung für die Haut, im Gegensatz zur Elektrostatik der Kunstfasern (wie u.a. Polyester), welche die Körperhaare zu Berge stehen lassen.  Das macht den Hanfstoff zur zweiten Haut seines Trägers!

Aus den Fasern des Stängels können Textilien, Dämmmaterial, Verpackungen und Papier hergestellt werden.

 

Für feine und weiche Hanfstoffe werden Langfasern benötigt, die durch eine Wasserröste aus langen Stängeln gelöst werden. 

​Die eiweißreichen Samen haben einen sehr hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und sind in der Küche vielseitig zu verwenden.

 

Die Blüten liefern Medizin (u.a. CBD und THC) und werden vor allem in der Schmerztherapie eingesetzt. 

Kosmetikprodukte, Salben und sogar Biodiesel können ebenfalls aus Hanf-Samen gemacht werden.​

Vor etwa 8.000 Jahren wurden bereits Hanfseile und Kleidung aus der robusten Faser hergestellt.

Später nutzte man  die Blüte als Medizin und die Samen als eiweißreiches Grundnahrungsmittel.

 

Schon vor etwa 2.000 Jahren wurde Hanf als Papierrohstoff genutzt.

Erst nach der industriellen Revolution wurde dieser Rohstoff durch Wald ersetzt. Mit Hilfe von chemischen Mitteln, konnte man seitdem industrielles Baumpapier herstellen.

Die Industrie erkannte den vielfältigen Nutzen dieser Wunderpflanze und war maßgeblich daran beteiligt, dass die Pflanze verboten wurde.

 

Die berauschende Wirkung von Marihuana (THC-haltige Hanfblüten) wird meistens als Grund für den Verbot genannt, dass bis heute in Deutschland anhält. Gegner dieses Verbotes plädieren für ein Recht auf Rausch, da wirtschaftliche Volksdrogen wie Alkohol und Nikotin nachweislich eine höhere Schadenswirkung haben.

 

Landwirte können seit einigen Jahren "Nutz-Hanf" (THC-Gehalt unter 0,2%) unter strengen Kontrollen anbauen.

 

Die Hintergründe einer gescheiterten Drogen-politik scheinen nun ans Licht der Öffentlichkeit zu gelangen, weshalb vermehrt der wahre Nutzen dieser Pflanze publik gemacht wird. Einige Staaten beginnen nun Cannabis erneut zu legalisieren, sowie "medizinisches Marihuana" einzuführen.

 

 

Text (C): Johannes Wachsmuth

Quellen: Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf (Jack Herer), Hanf Museum Berlin.  

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